Statt durch Rechenleistung zu konkurrieren, wie beim Proof-of-Work-Mining, wählen Proof-of-Stake-Netzwerke aus, wer den nächsten Block vorschlagen und bestätigen darf - größtenteils basierend darauf, wie viel Kryptowährung ein Teilnehmer als Sicherheit gestaked, also hinterlegt, hat, oft zusammen mit weiteren, designspezifischen Faktoren. Diese Teilnehmer werden üblicherweise Validatoren statt Miner genannt. Die genaue Methode zur Auswahl eines Validators für jeden Block variiert zwischen den Netzwerken, aber gestakte Sicherheiten sind bei allen Proof-of-Stake-Designs durchgängig der zentrale Faktor.
Validatoren werden für ehrliche Teilnahme belohnt und erhalten in der Regel einen Anteil an Transaktionsgebühren oder neu ausgegebenen Token. Verhält sich ein Validator unehrlich oder folgt den Netzwerkregeln nicht korrekt, können viele Proof-of-Stake-Systeme ihn bestrafen, indem sie einen Teil oder alle seiner gestakten Gelder slashen, also einziehen. Diese finanzielle Strafe soll unehrliches Verhalten kostspielig statt profitabel machen.
Ein häufig genannter Vorteil von Proof of Stake ist der Energieverbrauch. Da Validatoren nicht darum konkurrieren, ein Rechenrätsel zu lösen, verbrauchen Proof-of-Stake-Netzwerke in der Regel deutlich weniger Strom als Proof-of-Work-Mining. Ethereum etwa wechselte von Proof of Work zu Proof of Stake als Konsensmechanismus und zeigte damit, dass ein laufendes Netzwerk zwischen diesen Modellen wechseln kann, statt dauerhaft an eines gebunden zu sein. Dieser geringere Energie-Fußabdruck hat Proof of Stake zu einer attraktiven Wahl für neuere Netzwerke gemacht, denen die Umweltauswirkungen der Blockchain-Infrastruktur wichtig sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Proof of Stake wählt Validatoren anhand der Kryptowährung aus, die sie als Sicherheit hinterlegen, statt anhand von Rechenleistung.
- Unehrliches oder fehlerhaftes Verhalten von Validatoren kann durch Slashing bestraft werden, wodurch ein Teil oder alle gestakten Gelder eingezogen werden.
- Proof-of-Stake-Netzwerke verbrauchen im Allgemeinen weit weniger Energie als Proof-of-Work-Mining, da kein konkurrierendes Rechnen erforderlich ist.
Proof of Stake — häufig gestellte Fragen
Was passiert, wenn sich ein Validator bei Proof of Stake falsch verhält?
Viele Proof-of-Stake-Netzwerke können einen fehlverhaltenden Validator slashen, das heißt, ein Teil oder alle seiner gestakten Gelder werden eingezogen, und er kann je nach den spezifischen Regeln des Netzwerks auch aus der aktiven Gruppe der Validatoren entfernt werden.
Ist Proof of Stake weniger sicher als Proof of Work?
Beide beruhen auf unterschiedlichen ökonomischen Annahmen, um Angriffe abzuschrecken - gestaktes Kapital im Risiko gegenüber Rechenkosten -, und jedes hat seine eigenen Kompromisse. Keines gilt allgemein als sicherer; die Sicherheit hängt stark von der jeweiligen Implementierung des Netzwerks ab.
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