Mobile Apps, Browser-Erweiterungen und von Börsen gehostete Konten sind gängige Beispiele für Hot Wallets. Da sie mit dem Internet verbunden sind, können sie Transaktionen schnell signieren und versenden, was sie für häufigen Handel oder alltägliche Ausgaben praktisch macht. Die zugehörigen privaten Schlüssel werden typischerweise auf einem internetverbundenen Gerät wie einem Smartphone oder Computer gespeichert oder, im Fall eines Börsenkontos, auf den Servern eines Unternehmens - und genau diese ständige Verbindung macht sie "hot" (heiß).
Dieselbe Verbindung, die Hot Wallets praktisch macht, setzt sie auch einem höheren Risiko aus. Malware, Phishing-Versuche und Sicherheitsverletzungen bei Plattformen sind allesamt Fernangriffsmethoden, die eine Hot Wallet potenziell erreichen können, während sie Schlüssel, die offline gespeichert sind, in der Regel nicht erreichen können. Phishing ist bei Hot Wallets ein besonders häufiges Risiko, da eine gefälschte Website oder eine bösartige Browser-Erweiterung einen Nutzer dazu verleiten kann, eine schädliche Transaktion zu genehmigen, selbst ohne einen privaten Schlüssel direkt zu stehlen. Deshalb ist Vorsicht dabei, welchen Websites und Anwendungen erlaubt wird, mit einer Hot Wallet zu interagieren, eine der praktischsten Möglichkeiten, das Risiko zu verringern. Ein gängiger Ansatz besteht darin, nur einen kleineren Betrag für den täglichen Gebrauch in einer Hot Wallet zu halten, während größere Beträge in einer nicht mit dem Internet verbundenen Cold Storage aufbewahrt werden. Das richtige Gleichgewicht zwischen beidem hängt von individuellen Bedürfnissen, der Häufigkeit des Zugriffs auf die Gelder und der persönlichen Risikotoleranz ab.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Hot Wallet ist mit dem Internet verbunden, was sie für häufige Transaktionen praktisch macht.
- Die Internetverbindung ist auch der Grund, warum Hot Wallets im Vergleich zu Offline-Cold-Storage anfälliger für Fernangriffsmethoden sind.
- Viele Nutzer teilen ihre Bestände auf: kleinere Beträge in einer Hot Wallet für den regelmäßigen Gebrauch und größere Beträge in Cold Storage.
Hot Wallet — häufig gestellte Fragen
Ist die Nutzung einer Hot Wallet unsicher?
Sie ist anfälliger für Online-Risiken als eine Cold Wallet, das macht sie aber nicht unbrauchbar - es ist ein Kompromiss zwischen Komfort und Risiko, der oft dadurch gesteuert wird, dass man begrenzt, wie viel jeweils in einer Hot Wallet gehalten wird.
Ist ein Börsenkonto eine Hot Wallet?
Im Allgemeinen ja. Gelder, die auf einer Börse gehalten werden, werden in der Regel über internetverbundene Systeme verwaltet, die von dieser Börse kontrolliert werden, was sie in die Kategorie Hot Wallet einordnet statt in eine selbstverwahrte Cold Storage.
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