Eine zentralisierte Börse funktioniert ähnlich wie ein traditionelles Brokerhaus: Nutzer zahlen Gelder ein, und die Börse gleicht Kauf- und Verkaufsaufträge über ein internes Orderbuch ab. Die meisten zentralisierten Börsen bieten außerdem eine Möglichkeit, zwischen traditioneller Währung und Krypto umzutauschen, oft als Fiat-On-Ramp oder -Off-Ramp bezeichnet, was sie zu einem gängigen Einstiegspunkt für Krypto-Neulinge macht. Da die Börse ihre eigene Plattform betreibt und kontrolliert, kann sie Funktionen wie Kundensupport, Kontowiederherstellung und eine vertrautere, app-ähnliche Handelserfahrung bieten im Vergleich zu dezentralen Alternativen, die direkt auf einer Blockchain laufen.
Der Kompromiss ist das Verwahrungsrisiko (Custodial Risk). Liegt Krypto auf einer zentralisierten Börse, kontrolliert tatsächlich die Börse und nicht der einzelne Nutzer die privaten Schlüssel zu diesen Geldern - daher stammt der Ausspruch "not your keys, not your coins" (nicht deine Schlüssel, nicht deine Coins). Wird eine Börse gehackt, schlecht geführt oder zahlungsunfähig, können die eingezahlten Gelder der Nutzer gefährdet sein, und die Geschichte hat gezeigt, dass dies kein rein theoretisches Anliegen ist. Regulierte zentralisierte Börsen verlangen in der Regel eine Identitätsprüfung, bekannt als KYC, um Finanzvorschriften einzuhalten. Viele Nutzer mindern das Verwahrungsrisiko, indem sie Gelder nach dem Handel auf eine persönliche Wallet abheben, statt sie langfristig auf der Börse zu belassen. Börsen unterscheiden sich stark in Größe, regulatorischem Status und Sicherheitsbilanz, weshalb es eine sinnvolle statt einer unnötigen Vorsichtsmaßnahme ist, eine bestimmte Plattform zu recherchieren, bevor man nennenswerte Summen einzahlt.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine zentralisierte Börse ist eine von einem Unternehmen betriebene Plattform, die Käufer und Verkäufer zusammenbringt und die Gelder der Nutzer in der Regel treuhänderisch verwahrt.
- CEXs sind im Allgemeinen einfacher zu bedienen und bieten im Vergleich zu dezentralen Alternativen Unterstützung für Fiat-Währungen und eine tiefere Liquidität.
- Da die Börse die Verwahrung übernimmt, gehen Nutzer ein Gegenparteirisiko ein; wird sie gehackt oder zahlungsunfähig, können die eingezahlten Gelder gefährdet sein.
Zentralisierte Börse (CEX) — häufig gestellte Fragen
Was bedeutet 'not your keys, not your coins'?
Es ist eine Erinnerung daran, dass Krypto, das auf einer zentralisierten Börse liegt, durch die privaten Schlüssel der Börse kontrolliert wird, nicht durch Ihre eigenen. Sie haben einen Anspruch auf Ihr Guthaben, aber keine direkte Kontrolle über die Vermögenswerte, bis Sie diese abheben.
Verlangen zentralisierte Börsen eine Identitätsprüfung?
Die meisten regulierten zentralisierten Börsen verlangen eine KYC-Prüfung (Know Your Customer), um Finanzvorschriften einzuhalten, wofür in der Regel ein amtlicher Ausweis vorgelegt werden muss, bevor Gelder frei ein- oder ausgezahlt werden können.
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